Erziehung

Anti-Giftköder-Training für Allesfresser

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Der Hund läuft fröhlich nebenher, auf einmal hält er inne und rümpft die Nase. Zack, die Nase ist auf dem Boden und zwei Sekunden später ist er auch schon genüsslich am Kauen. Dass der Hund etwas vom Boden frisst, kann schnell passieren, wenn man es ihm nicht abtrainiert hat. Gerade Welpen stecken häufig alles in den Mund, was sie auf dem Boden finden. Hier ist es wichtig, frühzeitig zu trainieren und dem Hund im besten Fall ein Alternativkommando anzugewöhnen. Würde man es ihm stattdessen immer nur verbieten, dann findet er es womöglich erst recht spannend und nutzt jede Gelegenheit, in der sein Besitzer unaufmerksam ist. Trainiert man dem Hund dagegen ein Alternativverhalten an, das auch noch belohnt wird, dann stehen die Erfolgschancen ziemlich gut!

Habt ihr schon mal vom Anti-Giftköder-Training gehört? Dieses Training soll nämlich genau das bewirken. Der Hund soll lernen, das Essbare auf dem Boden nicht mehr direkt ins Maul zu schaufeln, sondern es anzuzeigen. Heutzutage hört man ständig von Giftködern, die in hundefreundlichen Gegenden (Parks, Wälder etc.) ausgelegt werden und den Hund im schlimmsten Fall umbringen können. Leberwurst mit Nägeln, Fleischwurst mit einer Rasierklinge oder Paste gemixt mit Gift – die Leute kommen auf die allerschlimmsten Ideen. Umso wichtiger ist es, eure Hunde vor diesen Gefahren zu schützen und dazu dient das Anti-Giftköder-Training.

Der Trainingsaufbau

Auch ich habe mit Emma vor einiger Zeit mit dem Anti-Giftköder-Training begonnen, aber es ehrlich gesagt total schleifen lassen. Also legen wir passend zu dem Beitrag auch wieder damit los! Es gibt sicherlich viele Wege, dem Hund beizubringen, dass er vom Boden nichts fressen darf. Ich zeige euch eine Methode, die ich persönlich für sinnvoll und machbar halte. Das heißt nicht, dass es nicht noch andere Ansätze gibt ;-)

Ich beginne damit, vor dem Spaziergang bereits einen Teil des Weges abzugehen und verschiedene Leckerlis auf dem Weg und am Wegrand zu deponieren. Man kann das gut am Anfang und Ende der Spazierrunde machen, sodass der Hund zu Beginn des Spaziergangs trainiert, zwischendurch Pause hat und zum Schluss nochmal etwas arbeiten muss. Dann wird der Hund aus dem Haus geholt und es geht los. Wer es händeln kann, ist mit der Schleppleine bei dem Training am besten ausgerüstet. Es geht aber natürlich auch mit einer normalen, etwas längeren Leine. Im Freilauf würde ich es nicht machen. Dann besteht die Gefahr, dass der Hund sich das Leckerchen schnappt und damit abdüst.

Verhaltet euch so normal wie möglich, damit der Hund gar nicht erst merkt, dass irgendetwas im Busch ist. Ihr solltet ihn auch auf keinen Fall zu den Leckerchen drängen, sondern einfach ganz entspannt und langsam an der Stelle vorbeigehen. Falls der Hund das Leckerchen nicht riecht, habt ihr definitiv das Falsche genommen und braucht beim nächsten Mal etwas noch Besseres! ;-)

Auf das richtige Timing kommt es an!

Wichtig ist jetzt das Beobachten und das richtige Timing! Hat der Hund das Leckerchen gerochen, aber noch nicht im Maul, gebt ihr das Kommando „Platz“ (ihr könnt auch Sitz, Rolle, Männchen, Handstand oder sonst was nehmen). Ziel soll es sein, dass der Hund sich, sobald er etwas Leckeres auf dem Boden findet, davor hinlegt und es dadurch anzeigt. Danach könnt ihr entweder das OK geben es zu essen oder ihr lobt das Anzeigen mit einem Leckerchen aus der Hand und führt den Hund weiter, ohne das Leckerchen auf dem Boden weiter zu beachten. Dadurch fragt der Hund quasi um Erlaubnis und ihr bestimmt, ob er es essen darf oder nicht. Wichtig ist nur, dass der Hund im Training immer für das Anzeigen belohnt wird und ein Erfolgserlebnis hat. Das steigert nämlich die Motivation sich beim nächsten Mal wieder davorzulegen.

Nicht jeder Hund versteht sofort, was ihr von ihm wollt oder hat das Leckerchen schon im Mund, bevor ihr schalten konntet. Da gilt es zum einen Geduld zu haben und das Verhalten wirklich über mehrere Wochen aufzubauen. Und zum anderen ist euer Timing hier gefragt! Um zu verhindern, dass der Hund das Leckerchen zu schnell isst, müsst ihr punktgenau eingreifen. Dazu hilft euch auch die Leine in der Hand.

Was tun, wenn der Hund doch mal etwas Komisches gefressen hat?

Hat dein Hund etwas Merkwürdiges vom Boden gegessen, muss das natürlich nicht automatisch gefährlich sein. Trotzdem gilt es, den Hund danach aufmerksam zu beobachten. Verhält er sich komisch? Zeigt er Anzeichen von Schmerzen? Läuft die Verdauung normal? Sobald euch etwas auffällt, rate ich euch immer den Gang zum Tierarzt!

Es muss natürlich nicht immer der schlimmste Fall eintreten. Aber auch wenn es kein Giftköder war, kann das Fressen vom Boden gefährlich sein. Nicht selten stecken unzählige Parasiten darin – sei es in Essensresten, Erbrochenem oder Kot von anderen Tieren. Für uns Menschen sind sie nicht erkennbar, aber die Konsequenzen können schwerwiegend sein. Aber auch da könnt ihr Vorsorge leisten, bevor ihr dem Hund jedes Mal eine Wurmkur verabreicht – zum Beispiel mit vetevo!

Was ist vetevo?

Vetevos Motto lautet: Erst testen, dann handeln! Vetevo bietet mit ihrem Konzept die perfekte Lösung, um den Hund nicht rein provisorisch mit chemischen Wurmkuren vom Tierarzt belasten zu müssen. Man bestellt für 39 € (bzw. sogar nur 29 € ohne Giardien) eine Probenbox ganz einfach zu sich nach Hause. Darin enthalten sind drei Behälter für Proben und ein Rücksendeetikett. Dann werden an drei (am besten aufeinanderfolgenden) Tagen Kotproben eingesammelt und ganz unkompliziert an vetevo zurückgeschickt. Über eine App, in der man sich registrieren kann, kann man den aktuellen Status dann nachverfolgen und nach ein paar Tagen bekommt man das Ergebnis. Getestet wird der Kot auf verschiedene Parasitzen und Würmer. Dazu gehören Spul-, Band-, Haken- und Peitschenwürmer, Giardien, Kokzidien Isospora und Kokzidien Cryptosporidien.

Wir sind auch Teil des vetevo-Rudels und können euch wirklich nur empfehlen, in regelmäßigen Abständen eure Hunde testen zu lassen!

 

Geduld, Geduld, Geduld!

Das Wichtigste beim Anti-Giftköder-Training ist Geduld! Erwartet nicht zu viel auf einmal von eurem Hund. Und wenn es in einer stressigen Situation dann doch nochmal passiert, dass der Hund wieder etwas vom Boden frisst, dann regt euch nicht auf. Schaut, was er gefressen hat und macht, falls ihr unsicher seid, den vetevo-Wurmtest. Dann trainiert einfach weiter und baut die Schritte nach und nach wieder auf. Im Training gibt es oft ein Vor und Zurück, aber mit ganz viel Geduld bekommt man alles hin!

Emma und ich wünschen euch viel Spaß beim Trainieren!

 

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