Gefühlsduselei

Checkliste: Bin ich bereit für einen Hund?

Ein Hund ist etwas Tolles und niemals würde ich die Entscheidung, Emma in mein Leben aufgenommen zu haben, bereuen. Sie bereichert den Alltag, sorgt für frische Luft und Bewegung und ist einfach die treueste Freundin, die man nur haben kann. Doch auch wir haben lange überlegt, ob wir wirklich bereit für einen eigenen Hund sind. Ich bin generell der Typ, der sich über alles unglaublich viele Gedanken macht und sich auch gerne verschiedene Meinungen einholt. Und ich bin überzeugt, dass das bei der Entscheidung zu einem Hund auch sehr wichtig ist. Sprecht mit euren Freunden, eurer Familie oder anderen Hundehaltern, denn es gibt wahnsinnig viele Aspekte, die man berücksichtigen muss, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Habe ich wirklich genug Zeit für den Hund?

Das Thema Zeit ist das A und O bei der Hundehaltung. Es gibt viel zu viele Leute, die mit dem Motto "Ach, das schaffen wir schon" an die Sache rangehen. Und viele schaffen es leider nicht, Beweis dafür sind die vielen Tierheimhunde, die aus Zeitmangel wieder abgegeben wurden. Daher lege ich jedem ans Herz, die Entscheidung wirklich gründlich zu überdenken, alle Situationen im Leben gedanklich durchzuspielen und verantwortungsvoll zu entscheiden. Hast du jeden Tag ausreichend Zeit, dich mit dem Hund zu beschäftigen? Muss der Hund regelmäßig mehr als 4 Stunden alleine bleiben? Was ist mit deinem Job? Ist der Hund mit deinen Hobbies und Freizeitgewohnheiten vereinbar? All diese Dinge sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn auch ein Hund ist nicht gern den ganzen Tag alleine zuhause, sondern genießt lieber die gemeinsame Zeit mit Herrchen und Frauchen.

Berner Sennenhund kuschelt mit Frauchen auf dem Boden

Kann ich auf meine Spontanität verzichten?

Abends noch spontan auf eine Party oder morgens ein Frühstücksdate im Lieblingscafe mit anschließender Shopping-Tour? All die Dinge sind keine Selbstverständlichkeit mehr, wenn ein Hund zur Familie gehört. Immer wieder stellt sich die Frage: Kann ich den Hund mitnehmen? Wenn nicht, wo bleibt er? Überlege sorgfältig, ob du darauf verzichten kannst bzw. immer eine Lösung für deinen Hund findest.

Wie manage ich Urlaub und Hund?

Insbesondere Personen, die gerne und viel reisen - ob privat oder geschäftlich - sollten sich Gedanken darüber machen, was während der Reise mit dem Hund wäre. Kann er vielleicht mitkommen oder habe ich jemanden, der ihn für die Zeit nimmt? Solltest du von Freunden oder Familie abhängig sein, besprich vorher mit ihnen, ob sie bereit sind, den Hund während des Urlaubes zu sich zu nehmen (und das nicht nur für den nächsten Urlaub, sondern langfristig für ein ganzes Hundeleben) oder informiere dich über gute Hundepensionen in deiner Nähe. Für uns war das Thema Urlaub nicht allzu wichtig. Wir fahren gerne in die Berge und brauchen nicht jeden Sommer eine 3-wöchige Tour durch die verschiedenen Länder dieser Welt, sodass wir den Urlaub gut und gerne mit Emma kombinieren können.

Kann ich die Kosten tragen, die ein Hund mit sich bringt?

Man kann es schön reden so viel man will, aber ein Hund kostet Geld. Und das sollte man sich bewusst machen, wenn man sich einen Hund holt. Sowohl die Anschaffung und Erstausstattung als auch die laufenden Kosten sollte man nicht unterschätzen. Natürlich musst du kein Millionär sein, um einen Hund zu besitzen. Aber du solltest ausreichend Geld für Futter, regelmäßige Tierarztkosten, Versicherung, Steuern und die Hundeschule einplanen. Sollte dein Hund sich verletzen oder krank werden, darf die Versorgung des Hundes nicht am Geld scheitern. Ich rate daher jedem, im Vorfeld die monatlichen Kosten zu kalkulieren und auch nach Einzug des Hundes immer etwas Geld für Notfälle bereitliegen zu haben.

Berner Sennenwelpe schmutzig im Regen

Halte ich Regen, Wind und Schmutz aus?

Ein Hund macht Dreck! Da stimmt mir vermutlich jeder Hundebesitzer zu. Wenn es dich nicht stört, dass der Hund freudestrahlend eine Ladung Dreck ins Haus schleppt oder sich nach dem Spaziergang im Regen erstmal auf dem Teppich wälzt, dann ist es natürlich kein Problem. Aber man sollte sich im Klaren darüber sein, dass der Staubsauger zu einem täglichen Begleiter wird und auch man selbst an Regentagen mal schmutzig nach Hause kommt. Es sollte dich also nicht zur Weißglut bringen, wenn der Hund bei einem Spaziergang im Regen durch die tiefste Matsche rennt und sich anschließend liebesbedürftig an dein Bein kuschelt. Und damit übertreibe ich nicht! In der ersten Zeit habe ich ständig meine Hosen und Jacken gewaschen - absolute Zeitverschwendung - mittlerweile liegen meine Spaziergangsklamotten (Hose, Jacke, Schuhe) allzeit bereit. Achja, es sollte dich auch nicht stören, überhaupt bei Regen, Wind oder Schnee eure Runde zu drehen. Natürlich kann man den Hund auch mal im Haus beschäftigen, wenn das Wetter keinen Spaziergang zulässt, aber das sollte auf jeden Fall eine Ausnahme bleiben!

Bin ich konsequent und zugleich geduldig genug?

Erziehung spielt im Zusammenleben mit einem Hund eine wichtige Rolle und auch Hunde lernen nicht von heute auf morgen alles sofort. Bist du also geduldig genug, in kleinen Schritten mit dem Hund zu trainieren, ohne ihn zu überfordern? Jeder Hund lernt in seinem eigenen Tempo und das solltest du akzeptieren. Für den Hund ist es aber auf der anderen Seite auch wichtig, klare Grenzen und Regeln zu haben. Nur so kann er sich an dich orientieren und selbstsicher durch's Leben gehen. Wenn du ihn alles durchgehen lässt und wie eine Prinzessin behandelt, habt ihr beide nichts davon.

P.S.: Bevor Du nach süßen Welpen von Züchtern schaust, wirf doch einen Blick in die Tierheime oder auf die Webseiten von Tierschutzvereinen. Auch hier gibt es tolle Hunde und auch Welpen, die eine liebevolle Familie verdient haben!

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