Gefühlsduselei

Züchter oder Tierschutz - Wo finde ich den passenden Hund für mich?

Über ein Jahr hat es gedauert, bis wir endgültig entschieden haben, dass es ein kleiner Berner Sennenwelpe vom Züchter werden soll. Für uns war auf keinen Fall von Anfang an klar, dass wir einem Welpen ein Zuhause geben werden, ganz im Gegenteil. Wir haben uns lange verschiedene Hunde aus dem Tierschutz oder von Familien, die ihren Hund leider abgeben wollten, angeschaut und hinterfragt, welcher Hund zu uns passt. Mein Freund hatte noch nie einen Hund und all diese Hunde hatten Eigenarten, die uns beide schlichtweg verunsicherten. Wir waren uns einig, dass wir beide ganz sicher sein müssen, dass es passt, bevor wir zusagen. Doch bei keinem der Hunde waren wir uns zu 100 Prozent sicher. Und das war auch nicht schlimm. Wir wollten uns lieber Zeit lassen, statt vorschnelle Entscheidungen zu treffen. Monatelang durchsuchten wir immer wieder die Internetseiten von Tierheimen und Vermittlungsportalen, aber keiner der Hunde war der absolut Richtige für uns. Man hört immer wieder von anderen Leuten „Ich hab den Hund gesehen und war sofort verliebt“. Das blieb bei uns aus. Warum? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Natürlich wollten wir einem Hund helfen, der alleine war und eine tolle Familie mehr als verdient hätte. Aber trifft man eine so weitreichende Entscheidungen, wenn man nicht absolut sicher ist?

Wie kam es dann zu Emma?

In gefühlt hunderten Gesprächen fiel immer wieder das Wort „Welpe“. Würden wir das schaffen? Haben wir die Zeit dafür? Ich glaube, ich habe mir noch nie im Leben so sehr den Kopf über etwas zerbrochen. War es nicht unfair, sich einen Welpen zu holen, wenn die Tierheime doch so voll sind? Natürlich kommen solche Gedanken und man fängt an, sich schuldig zu fühlen. Aber warum? Eigentlich ist es doch in Ordnung, wenn man dem Hund, der sein gesamtes Leben mit dir teilt, beim Aufwachsen zusehen will. Wenn man miterleben will, wie er sich entwickelt, wie sich der Charakter formt und wie er sich an seine Menschen bindet. Und übrigens haben auch Tierheime und Tierschutzorganisationen immer mal wieder Welpen dabei!

Berner Sennenhund aus der Zucht

Lieblingsrasse: Berner Sennenhund

Dazu kommt dann bei vielen Hundeliebhabern noch die Leidenschaft für eine bestimmte Rasse. Es gibt viele Leute, die so sehr für eine Rasse schwärmen, dass sie sich nicht vorstellen können, einen anderen Hund zu haben. Und das ist doch in Ordnung so! Zumindest solange man auf seriöse Züchter zurückgreift und nicht den illegalen Welpenhandel unseriöser „Züchter“ unterstützt, nur weil der Welpe dort ein paar hundert Euro weniger kostet.

Für meinen Freund war es immer ein Traum, einen Berner Sennenhund zu haben. Sobald in der Stadt einer an uns vorbei lief, fing er an zu schwärmen und so stand für ihn ziemlich schnell fest, dass er mich unbedingt davon überzeugen musste. Was am Anfang gar nicht so einfach war! Doch dann begann ich, mich über Berner zu informieren und ich war dann doch recht schnell begeistert. Wenn wir uns schon für einen Welpen entscheiden, wieso dann nicht den Traum von einem Berner verwirklichen? Genau! Wieso eigentlich nicht? Und so wurde es für uns die kleine Bernerdame Emma!

Würde es bei uns wieder so laufen?

Definitiv ja! Ich rate jedem, der sich zu einem Hund entscheidet, zuerst in den Tierheimen vorbeizuschauen, ob dort nicht die perfekte Fellnase auf einen wartet. Aber wenn es nicht hundertprozentig passt und du sowieso schon dein Leben lang von einer bestimmten Rasse träumst, dann erfüll dir diesen Traum, denn bereuen wirst du es nie!

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Ich erzähle euch, worüber ich mir vor der Anschaffung von Emma Gedanken gemacht habe und was auch ihr alles hinterfragen solltet, bevor ihr euch endgültig für einen Hund entscheidet!

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