Hundealltag

Nasenarbeit für Zuhause

Um die Fellnasen vernünftig auszulasten, muss man nicht immer gleich drei Stunden im Wald spazieren, eine Stunde Agility machen oder zig Kilometer Radfahren. Manchmal reichen ganz einfache Dinge schon vollkommen aus, um den Hund zu beschäftigen. Wenn ich mal nicht viel Zeit habe, dann ist bei uns häufig Nasenarbeit dran! Da reichen meist schon 10 Minuten, damit Emma ausgelastet ist.. auch wenn es uns gar nicht so anstrengend erscheint ;-)

Noch ein Vorteil von Nasenarbeit: Wenn ihr euren Hund zwischendurch etwas unterstützt und Hilfestellungen gebt, dann ist das nicht nur eine tolle Auslastung, sondern stärkt auch eure Beziehung zueinander. Denn gemeinsame Beschäftigung ist immer am Schönsten für den Vierbeiner!

In diesem Beitrag stelle ich euch ein paar Ideen für abwechslungsreiche Nasenarbeit vor, die ihr ganz leicht zwischendurch im Alltag einbauen könnt!

Die richtige Dosierung

Bei all den Übungen dürft ihr niemals vergessen, dass Nasenarbeit für Hunde wirklich unglaublich anstrengend ist. Sowohl körperlich als auch kognitiv. Achtet also unbedingt darauf, eure Hunde nicht zu überfordern. Wie beim Sport muss auch hier die Leistung schrittweise antrainiert werden. Der Hund macht beim Schnüffeln mehrere hundert Atemzüge pro Minute und das ist ganz schön anstrengend. Am besten arbeitet ihr in kurzen Intervallen und erhöht die Dauer nur ganz langsam von Mal zu Mal. Sobald ihr merkt, dass der Hund Stress bekommt (z.B. durch Übersprungshandlungen, starkem Hecheln o.Ä.), solltet ihr sofort abbrechen und es beim nächsten Mal noch langsamer angehen lassen.

Schnüffelteppich

Man kann ihn kaufen oder auch selbst machen: den Schnüffelteppich! Er besteht aus ganz vielen Stoffschnipseln und erinnert an einen sehr hochflorigen Teppich. Darin kann man die verschiedensten Leckereien verstecken und dem Hund den Teppich dann vor die Nase setzen. Das ist z.B. auch eine tolle Möglichkeit, um den Hund zu beschäftigen, wenn er allein bleiben muss. Den Teppich könnt ihr nämlich ganz easy vorbereiten und ihn, wenn ihr geht, auf den Boden legen. Allerdings würde ich das die ersten Male noch nicht machen. Beobachtet lieber erst, ob der Hund den Schnüffelteppich in Ruhe lässt, sobald er alle Leckerchen hat, oder ihn vielleicht aus Frust sogar zerstören will. In dem Fall sollte der Hund sich nämlich nicht unbeaufsichtigt damit beschäftigen.

Bei Emma reicht es, wenn wir den Schnüffelteppich zwei bis drei Mal neu füllen. Dann ist sie für die nächste Stunde erstmal kaputt und kann sich ausruhen. Kleiner Tipp: Wenn es geht, könnt ihr die Leckerchen auch von unten in den Teppich stecken. Ihr dreht den Teppich also einfach um und verteilt durch die „Gitteröffnungen“ die Leckerchen. Dann liegen sie nämlich ganz unten und der Hund darf richtig wühlen.

Karton mit Zeitungspapier

Diese Schnüffelübung macht ihr bitte nur, wenn euer Hund kein notorischer Papierfresser ist! Alles was ihr braucht ist nämlich ein Karton (falls ihr keinen habt, wär das mal wieder ein Grund für etwas Onlineshopping ;-)) und Zeitungspapier. Alternativ könnt ihr hier auch Geschenkpapier oder normales Papier benutzen. Nebenbei ist das nämlich eine wunderbare Wiederverwertung von Papiermüll. Das Papier knüddelt ihr nun zu kleinen Bällchen zusammen und legt sie in den Karton. Jetzt verteilt ihr Leckerchen in dem ganzen Karton (ruhig auch direkt in den Papierbällen) und dann kann es schon losgehen. Aber wie gesagt: Macht das bitte nicht, wenn ihr wisst, dass euer Hund das ganze Papier fressen würde.

Leckerchensuche in der Wohnung

Im Grunde braucht man nicht mal irgendein Material oder Hilfsmittel, um Nasenarbeit zu betreiben. Ihr könnt die Leckerchen auch einfach in der Wohnung verstecken. So lässt sich auch ganz einfach der Schwierigkeitsgrad bestimmen. Um ihn zu steigern, könnt ihr die Leckerchen auf verschiedene Höhen, in Schuhen, auf Stühlen, in Regalen oder sogar in verschiedenen Räumen verstecken. Das wär allerdings schon Profi-Spürnasen-Niveau!

Handtuchhaufen

Auch eine Variante, die mit Sicherheit alle umsetzen können: Ein Handtuchhaufen! Dafür braucht ihr nur mindestens zwei Handtücher (sonst ist es zu einfach) und viele, kleine Leckereien. Die Handtücher kommen alle auf einen Haufen und in dem Haufen werden Leckerchen versteckt. Nochmal durchmixen und schon kann das Geschnüffel losgehen.

Outdoor-Schnüffeln

Auch zuhause im Garten könnt ihr wunderbar ein paar kleine Schnüffelübungen einbauen, um euren Hund auszulasten. Werft die Leckerchen einfach ins hohe Gras, steckt sie in Baumwurzeln oder –stümpfe, verteilt sie im Laub oder (falls euch der Dreck nicht stört) verbuddelt sie leicht in der Erde. Ich sag euch: Emma hat dabei immer ein Heidenspaß! Um zusätzlich noch etwas Impulskontrolle zu üben, könnt ihr den Hund ablegen oder sitzen lassen, dann die Leckerchen verteilen oder werfen und die Fellnase auf Signal suchen lassen. Unterschätzt aber bitte nicht, dass auch die Impulskontrolle anstrengend für den Hund sein kann!

Ich wünsche euren Fellnasen viel Spaß beim Schnüffeln!

 

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