Hundealltag

Tipps zum Umzug mit Hund

Ein Umzug ist immer etwas Neues, Aufregendes, Inspirierendes und Motivierendes, aber er ist auch anstrengend – und das nicht nur für uns Menschen. Auch die Hunde machen eine turbulente Zeit mit vielen Veränderungen durch. Einem Hund kann man nicht erklären, warum man die Wohnung auf einmal ausräumt, warum das Hundebett nicht mehr da liegt, wo es jahrelang lag und wieso Herrchen und Frauchen plötzlich nicht mehr faul auf der Couch rumliegen oder mit einem spielen, sondern stattdessen am Kisten packen und Stress schieben sind.

Vom Land in eine Kleinstadt

Emma ging es in letzter Zeit ganz genauso. Wir sind von unserer Obergeschoss-Wohnung auf dem Land in eine nagelneue, stadtnahe Doppelhaushälfte gezogen. Zum Glück haben wir eine ganz tolle Lage erwischt, bei der wir zwar nur wenige Minuten in die kleine Fußgängerzone brauchen, aber trotzdem in Hanglage an einem großen Wald wohnen, in dem es unzählige Wander- und Spazierwege gibt. Für Emma ist es dennoch eine riesige Umstellung: Auf einmal gibt es Nachbarn, man hört Stimmen und Autos vor der Tür und kann nicht mehr ohne Leine aus dem Haus gehen.

Worauf haben wir geachtet?

Natürlich haben wir unser Bestes gegeben, um Emma so gut es ging auf den Umzug vorzubereiten. Bereits ein zwei Monate vor dem Umzug sind wir immer mal wieder mit Emma zum Haus gefahren und sind dort in der Gegend spazieren gegangen. Nach ein paar Mal merkte man schon, dass sie wusste, wo sie ist und sich sicherer fühlte. Bei größeren Distanzen ist das nicht immer möglich, aber wenn es möglich ist, kann ich es nur empfehlen!

Für uns stand schon im Vorhinein fest, dass Emma im neuen Haus auch ein neues Bett bekommen soll. Es war ohnehin höchste Zeit für etwas mehr Bequemlichkeit und optisch hätte das alte Bett auch nicht mehr reingepasst. Also haben wir uns entschieden, schon ein paar Monate vor dem Umzug das neue Bett zu kaufen. So konnte Emma sich schon daran gewöhnen und sah es im neuen Zuhause direkt als "ihr" Bett an. Es war was Gewohntes, was Vertrautes in der neuen Umgebung. Falls ihr also umzieht und eurem Hund neue Liegeflächen kaufen wollt, macht es unbedingt schon im Vorfeld! So hat eure Fellnase in der neuen Umgebung direkt etwas Gewohntes mit einem vertrauten Geruch.

Wenn es euch möglich ist, ist es natürlich am allerbesten, wenn ihr euren Hund schon vorher mal mit in die Wohnung nehmen könnt. Wir haben Emma beim Streichen und Vorbereiten schon immer mal mitgenommen und bereits vor dem Umzug wusste sie ganz genau, wo wir sind, wenn wir auf den Hof gefahren sind. Sie lief schnurstracks auf die richtige Haustür zu und "kannte sich schon aus". Ich bin sicher, dass ihr das am Tag des Umzugs enorm dabei geholfen hat sich wohlzufühlen.

Was war schwierig für Emma?

Schwierig waren für Emma tatsächlich die neuen Geräusche und Reize. Autos, Stimmen von Nachbarn und Fußgängern, Handwerker, die vor den Wohnzimmerfenstern herumrennen - das gab es vorher einfach nicht so viel. Die ersten paar Tage hat Emma dann gerne mal kurz aufgebellt, wenn sie ein unbekanntes Geräusch hörte, aber nach ein paar Tagen wurde das tatsächlich schon weniger. Damit hätte ich nicht gerechnet. Es gibt noch Situationen, in denen sie etwas hört, das sie verunsichert, aber im Großen und Ganzen meistert sie es sehr gut. Eingewöhnt hat sie sich auch eigentlich sehr schnell. Schon nach einer Woche lief sie uns nicht mehr ständig hinterher, blieb auch mal unten liegen, obwohl wir oben waren oder verzog sich nach oben, wenn es ihr unten zu unruhig wurde. Das gibt einem einfach ein gutes, beruhigendes Gefühl!

Was würden wir beim nächsten Umzug besser machen?

Nichts! Wir haben uns vorab so viele Gedanken gemacht, wie wir den Umzug für Emma so stressfrei wie möglich gestalten können, dass wir einfach an vieles schon gedacht haben. Beim nächsten Umzug würde ich die oben genannten Dinge ganz genau so wieder machen, denn Emma hat sich dadurch zum Glück wirklich schnell eingelebt und wohlgefühlt.

Top-Tipp zum Umzug mit Hund

Nehmt euren Hund vorab schon mit! Zeigt ihm vorher das neue Heim und die Umgebung und schmeißt ihn nicht einfach am Tag des Umzuges ins kalte Wasser. Auch euer Hund braucht Zeit, sich an neue Umgebungen zu gewöhnen. Den Geruch schon zu kennen, bevor er von jetzt auf gleich sein Leben dort verbringen soll, kann dem Vierbeiner nur helfen sich wohlzufühlen.

Kalender Icon (Kommentare: 0)

Passende Beiträge

Gefühlsduselei

Ich erzähle euch, worüber ich mir vor der Anschaffung von Emma Gedanken gemacht habe und was auch ihr alles hinterfragen solltet, bevor ihr euch endgültig für einen Hund entscheidet!

Kalender Icon (Kommentare: 0)

Gefühlsduselei

Ein Hund bringt Veränderungen mit sich. Veränderungen im Alltag, in der Lebens- und Denkweise und sogar im Verantwortungsbewusstsein. Aber er bereichert das Leben gleichzeitig so enorm!

Kalender Icon (Kommentare: 0)

Gefühlsduselei

Ihr glaubt, ihr könntet euch mit einem Vollzeitjob keinen Hund anschaffen? Ich sage euch aus Erfahrung: Doch das geht! Was dazu nötig ist und wie es bei uns so gut funktioniert, erfahrt ihr in diesem Beitrag!

Kalender Icon (Kommentare: 0)

Zurück


Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 9.