Hundealltag

Von Trockenfutter zu BARF

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Was ist BARF?

BARF ist eine Abkürzung und steht für "Born-Again Raw Feeders", für "Bones And Raw Foods", für "Biologically Appropriate Raw Food", für "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter", für "Biologisch Artgerechte RohFütterung", ….. die Auswahl ist groß, such dir also einfach was aus! ;-)
Worauf ich hinaus will: Eine allgemeingültige Bezeichnung gibt es nicht, ist aber auch nicht relevant. Im Grunde geht es beim BARFen darum, den Hund mit rohem Fleisch, Knochen und Gemüse zu füttern, um ihn so naturgetreu wie möglich zu ernähren.
 

Wieso „barfen“ wir?

Vor der Umstellung bekam Emma normales Trockenfutter von uns, das sie immer mal mehr oder weniger gut gefressen hat. Teilweise hat sie es einen Tag lang gar nicht angerührt und war dann entsprechend schlapp und hungrig. Da der Fall immer öfter eintrat beschloss ich, mich über alternative Futtersorten/-formen zu informieren. Klar, das Thema BARF hatte man im Hinterkopf, allerdings war es erstmal nicht allzu präsent. Ziemlich lange und intensiv habe ich gefühlt das ganze Internet durchgelesen und die Alternativen nach und nach ausgeschlossen oder in die engere Wahl genommen. Je mehr man sich über Inhaltsstoffe und die Unternehmen hinter den Futtermarken informiert, desto geringer wird die Anzahl der Produkte, die in die engere Wahl kommen. Bei vielen Inhalten weiß man gar nicht, was wirklich dahintersteckt und insgesamt bringt die Futtermittelindustrie einfach eine Menge Schrott auf den Markt.
 
Es wurde für mich immer deutlicher, dass man nie genau wissen kann, was wirklich in dem Futter steckt und das war der Grund, warum das BARFen als Alternative mehr und mehr in den Vordergrund rückte. Nach etlichen Stunden mit Taschenrechner in der Hand kam ich zu dem Entschluss, dass es im Grunde nicht viel teurer ist als ein hochwertiges Trocken- oder Nassfutter, aber der entscheidende Unterschied ist, dass man genau weiß, was der Hund da in seinem Napf hat. Und somit stand die Entscheidung fest: Wir probieren es mit dem BARFen!
 
Berner Sennenhund wird gebarft

Komponenten bei der BARF-Fütterung

Es einfach mal zu „probieren“ ist allerdings gar nicht so leicht wie es klingt. Jetzt fing die Internetrecherche nämlich erst richtig an. Was gehört alles dazu? Wieviel braucht sie wovon? Welche Zusätze sind wichtig? Wie kann ich Mangelerscheinungen vorbeugen? Fragen über Fragen schossen einem auf einmal entgegen. Jeder, der seinen Hund barft, weiß was ich meine.
 
Im Gegensatz zu einem Komplettfutter, in dem meist alle Komponenten, Spurenelemente etc. enthalten sind, gibt man beim BARFen in der Regel alle Bestandteile einzeln. Was natürlich bedeutet, dass man genau wissen sollte, wovon der Hund wann wieviel braucht. Sich darüber zu informieren, ist aber auch nicht so einfach. Vor der Umstellung habe ich das Thema auf Instagram angesprochen und das Lustige daran war, ich habe tausend Nachrichten bekommen und die Hälfte davon beinhalteten Dinge wie „Oh Gott Lisa, du musst wirklich aufpassen mit den Zusätzen. Da kann man so viel falsch machen“, „Wenn man nur von einem Zusatz ein paar Gramm zu viel oder zu wenig gibt, dann kommt es zu Mangelerscheinungen und der Hund leidet darunter, dass er gebarft wird“. Die andere Hälfte schrieb mir direkt „Mach dich nicht verrückt“, „Mach das ein bisschen nach Bauchgefühl und probier aus, was in welcher Menge gut vertragen“ und ich dachte nur so: puuuh!
 
Wenn man mal von den Zusätzen absieht, sind sich allerdings viele „BARF-Experten“ einig, wie die Zusammensetzung aussehen sollte und daran haben wir uns auch orientiert. Hier die grobe Richtlinie, an die wir uns halten:
 
  • 20% pflanzliche Erzeugnisse
  • 80% tierische Erzeugnisse
Die pflanzlichen Erzeugnisse sind Obst und Gemüse, zu den tierischen Erzeugnissen gehört Muskelfleisch, Pansen und Blättermagen, Innereien und RFK (Rohe fleischige Knochen). In welcher Menge die Bestandteile zusammengestellt werden sollten, ist auch sehr eindeutig im Internet und in Ratgeberbüchern festgelegt, wobei es letztendlich natürlich immer individuell auf den Hund ankommt. Wir richten uns danach:

Pflanzliche Erzeugnisse
  • 25 % Obst
  • 75 % Gemüse
Tierische Erzeugnisse
  • 50 % Muskelfleisch
  • 20 % Pansen und Blättermagen
  • 15 % Innereien
  • 15 % RFK
Warum welcher Bestandteil wichtig ist und welche Zusätze man geben sollte, erfahrt ihr in den nächsten Blogbeiträgen zum Thema BARF.
 

Rechenbeispiel

Die Prozentangaben sind zwar schön und gut, bringen aber wenig, wenn man nicht weiß, welche Menge der Hund am Tag oder in der Woche bekommen sollte. Auch hier gibt es grobe Richtlinien. Man sagt, dass der Hund pro Tag ca. 2-4 % vom Körpergewicht benötigt. Die genaue Zahl ist dabei abhängig von dem Hund selbst. Wie viel bewegt er sich? Wie alt ist er? Soll er zunehmen oder abnehmen? Auch da macht es Sinn, erstmal auszuprobieren und dann zu schauen, wie es bei dem Hund ankommt. Nimmt er plötzlich zu, sollte man die Menge reduzieren, bei Gewichtsabnahme entsprechend erhöhen. Hier ein kleines Rechenbeispiel für euch:

Gewicht des Hundes 30 kg
Menge vom Körpergewicht 2 %
Gesamtfuttermenge pro Tag

600 g

Tierische Erzeugnisse 480 g
Muskelfleisch 240 g
Pansen/Blättermagen 96 g
Innereien 72 g
RFK 72 g
Pflanzliche Erzeugnisse 120 g
Obst 30 g
Gemüse 90g

 

Natürlich kann es immer sein, dass der Hund einen Bestandteil nicht gut verträgt. In dem Fall sollte man auf Alternativen ausweichen und den Futterplan entsprechend anpassen. Verrückt machen sollte man sich allerdings nicht! Wenn du gerade mal nur 20 g Obst im Haus hast, dann ist das auch nicht schlimm. Wenn es mal 30 g Fleisch zu wenig ist, wird dein Hund das auch überleben. In der Natur ist es ja nicht anders. Kein Wolf hat damals jeden Tag genau die gleiche Menge in passenden Anteilen bekommen..

Berner Sennenhund wartet auf sein BARF-Futter

Futterkauf und Umstellung

Wie sind wir die Umstellung nun angegangen?
Erstmal muss man überlegen, wo man sein Fleisch kaufen kann und möchte. Es gibt einige Metzger, die ihr Fleisch auch für Hunde anbieten, es gibt spezielle BARF-Läden, bei denen man meist auch noch eine super Beratung bekommt und es gibt natürlich Onlineshops, die sehr unterschiedliche Angebote haben. Einige Shops verkaufen ihr Fleisch ausschließlich gewolft, andere auch gestückelt. Gewolftes Fleisch eignet sich besonders gut zur Eingewöhnung, da nicht jeder Hund direkt weiß, wie er ein ganzes Fleischstück am besten essen soll. Fleisch in Stücken hat aber den Vorteil, dass durch das Kauen die Zähne und Zahnzwischenräume gereinigt werden und der Hund ggf. nicht so schlingt.
 
Wir hatten das Glück, das Futter von biVALENT BARFER LINE testen zu dürfen. Dort gibt es sowohl gewolftes als auch gewürfeltes Fleisch und die Auswahl ist wirklich super. Es lässt sich gut portionieren und Emma mag es echt gern. Schaut doch mal vorbei!
 
Bei dem Prozess der Umstellung von Trockenfutter auf BARF scheiden sich die Geister. Die einen sagen, man sollte den Hund unbedingt fasten lassen und dann einfach mit dem Fleisch anfangen. Die anderen sind der Meinung, dass man BARF und Trockenfutter ruhig mischen und den Anteil des TroFus immer weiter reduzieren sollte. Hier war ich wirklich unsicher, was nun die beste Art der Umstellung ist. Letztlich haben wir uns dazu entschieden, Emma einen Tag fasten zu lassen und am nächsten Tag mit etwas gewolftem Muskelfleisch und pürierter Möhre anzufangen. Emma mochte das Fleisch von Anfang und hat es direkt verschlungen. Auch ein Vorteil des Fastentages: Der Hund hat natürlich erstmal mega Hunger!
 
Hundefutter BARF Rohfütterung

Fazit zur BARF-Umstellung

Wir sind wirklich sehr positiv überrascht von der Umstellung und barfen Emma mittlerweile sogar sehr gerne. Man bekommt ein Gefühl dafür, was sie mag und was nicht, man weiß ganz genau, was der Hund da gerade frisst und kann einfach ein bisschen ausprobieren. Mir gibt das Barfen das Gefühl, meinen Hund wirklich gut zu ernähren und die Ernährung voll unter Kontrolle zu haben.

Mittlerweile kaufen wir unser Futter regelmäßig bei biVALENT BARFER LINE, weil wir echt zufrieden mit dem Preis-/Leistungsverhältnis sind und ich das gewürfelte Fleisch super einfach zu händeln finde.

Wie schon erwähnt, wird es in Zukunft noch mehr Beiträge zum Thema BARF geben, in denen es zum Beispiel um die Nährstoffe der Bestandteile, um die Zusätze und auch speziell um die verschiedenen Varianten des Barfens gehen soll. Also seid gespannt!

 

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