Inspirationen

DIY: Tauleine

Überall sieht man im Moment die wunderbaren Leinen und Halsbänder aus Tau. Es gibt sie in sämtlichen Farben und Variationen und auch mich hat das Fieber gepackt. Die Leinen sind super leicht und handlich und auch die Halsbänder haben kein schweres Gewicht, sodass sie für Hund und Halter ideal zu tragen sind. Wie vermutlich jedes weibliche Wesen unter den Hundebesitzern, hätte ich am allerliebsten alle möglichen Farben und Kombinationen. Also kam mir die Idee, es einfach mal auszuprobieren, die Tauleine selbst zu machen - DIY also! Und in diesem Beitrag zeige ich euch, wie das geht.

 

Material für eine Tauleine

Was man alles braucht:

  • ca. 3m Seil/Tau
  • 3 O-Ringe
  • 2 Karabiner
  • Ca. 8-10m Takelmaterial
  • 2 Endkappen (optional)
  • Nadel und Garn
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Schere
  • Feuerzeug

 

 

Das richtige Material

Als Seil nehme ich am liebsten 8-10mm PPM-Seil, aber hier ist man bei der Wahl natürlich völlig frei. Es gibt eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Farben, Größen und Materialien. Wichtig ist nur, dass die Karabinergröße angepasst wird, denn das Seil soll ja auch durch die Öffnung des Karabiners passen. Unten im Beitrag stehen Links zu Online-Shop, bei denen man gutes Material findet. Bei den Karabinern nehme ich ganz gerne Scherenkarabiner, die nicht zu klein sind, da Emma ja auch eher zu der größeren Sorte gehört. Bei kleinen Hunden sollte man jedoch entsprechend kleinere Karabiner nehmen, damit sie nicht zu schwer für den Hund sind.
 
Neben dem passenden Seil braucht man natürlich auch das passende Takelmaterial und die Auswahl ist manchmal gar nicht so einfach. Es gibt Satinbänder, Microcord, Wachsband, Lederband und und und.. ich arbeite gerne mit Wachsband. Es lässt sich leicht verarbeiten, sieht edel aus und ist robust. Aber das ist Geschmackssache. Hier gilt es: Probieren geht über Studieren. Also find einfach heraus, was dir am besten gefällt und was du gut verarbeiten kannst! Auf Endkappen verzichte ich meistens, einfach weil sie mir zu teuer sind und mich die verkokelten Enden nicht wirklich stören. Aber es sieht ganz klar edler aus, wenn man die Enden mit Endkappen verziert, also probier es gern aus!
 

Wie man vorgeht:

1. Zunächst muss das Seil auf die passende Länge zugeschnitten werden, sofern die Länge noch nicht passt. Nach dem Abschneiden würde ich das Ende direkt mit dem Feuerzeug verkokeln, damit das Seil nicht aufribbelt. Die Enden drücke ich dann mit den Fingern etwas zusammen, so sieht es schön ordentlich aus und man sieht das Innere vom Seil nicht mehr.
 
Das Seil auf die passende Länge zuschneiden     Das Ende des Seils mit dem Feuerzeug verkokeln.
 
Die Enden etwas mit den Fingern zusammen drücken.     So sehen die verkokelten Enden aus.
 
2. Dann zieht man einen Karabiner über das Seil und legt das Ende des Seil um. Hier ist es Geschmackssache, wie viel man umlegt.
 
Karabiner über das Seil und das Ende umlegen.
 
 

3. Jetzt geht es schon ans Nähen. Wichtig ist es, stabiles Garn zu verwenden, denn im Notfall muss die Leine die gesamte Kraft des Hundes aushalten können. Schon jetzt sollte man sich überlegen, wie lang die Takelung werden soll, denn ungefähr genauso lang sollte auch die Naht sein. Ich nähe immer einmal hin und zurück, damit ich sicher sein kann, dass die Naht auch hält. Also lieber einmal mehr durchstechen als einmal zu wenig ;-)

Jetzt müssen beide Teile zusammengenäht werden.     Schön fest zusammennähen!

So sieht die fertige Naht aus.

 

4. Nachdem die Naht fertig und gut verknotet ist, kann man schon mit der Takelung beginnen. Zum Takeln gibt es viele verschiedene Techniken und Herangehensweisen im Internet zu finden. Ich arbeite gerne mit doppelseitigem Klebeband, damit die Takelung nachher nicht so schnell verrutscht. Das Klebeband wickle ich also als erstes um die Stelle der Naht. Jenachdem wie lang die Takelung werden soll, muss man sich die Klebebandstreifen passend zurechtschneiden.

Das doppelseitige Klebeband um das Seil legen.    Je nach Länge der gewünschten Takelung mehrere Klebestreifen verarbeiten.

 

5. Das eine Ende des Takelbandes legt man nun von einem Ende zum anderen Ende auf das Klebeband. Auf der anderen Seite lege ich dann immer die Schlaufe, mit der ich das andere Ende vom Band nachher durch eine Seite der Takelung ziehe.

Das Ende des Takelbandes auf das Klebeband legen.    Dann die Schlaufe auf die andere Seite legen.

 

6. Jetzt zieht man das Seil einmal durch die Öffnung der Schlaufe und kann loslegen mit dem takeln. Hierzu einfach das Band immer wieder schön stramm und eng um das Seil binden, bis man die gewünschte Länge erreicht hat.

    Jetzt beginnt das Takeln.

 

7. Ist die Takelung fertig, muss man noch dafür sorgen, dass sie gut verschlossen ist. Dafür wurde am Anfang die Schlaufe gelegt. Durch die Schlaufe zieht man nun das Ende durch und zieht am anderen Ende der Schlaufe, damit sich die gesamte Schlaufe mit dem Rest Takelband durch die Takelung zieht. Dabei ist ein ganz schöner Kraftaufwand nötig, aber nachher hält es bombenfest! Wer es optisch schöner findet, kann das restliche Band erst noch ein oder zwei Mal um die Takelung wickeln. Das Ende schneide ich immer einfach ab und fertig ist die Takelung!

Die Takelung schön fest machen.    

    

   

 

8. Danach zieht man die O-Ringe über das Seil und macht an den entsprechenden Stellen Knoten, damit sie fest sitzen. Nun muss noch die andere Seite genäht und getakelt werden. Hier muss man nur noch darauf achten, dass beide Takelungen gleich lang sind und wenn das geschafft ist, ist die Tauleine auch schon fertig! :-)

    

    

    

 

Shops für das richtige Material

    

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