Inspirationen

Furbo - die Hundekamera

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Hunde sind soziale Wesen. Hunde lieben es, ihre Menschen um sich herum zu haben und kein Hund ist gern allein. Viele haben es gelernt und kommen damit klar, aber gerne machen sie es trotzdem nicht. Viele können es gar nicht, haben Trennungsängste, Zerstörungswut und leiden unter purem Stress. Das Alleinbleiben ist ein Thema, das jeden Hundehalter betrifft. Auch wenn man nicht berufstätig ist und den Hund nicht jeden Tag alleine lassen muss, sollte doch jeder seinen Hund daran gewöhnen, alleine zuhause zu bleiben. Ein Hund begleitet uns im Schnitt 10 bis 13 Jahre und das ist eine lange Zeit, in der sich viel an der Lebenssituation ändern kann. Nur, weil man den Hund heute überall mit hinnehmen kann und er nie alleine bleiben muss, heißt es nicht, dass das in zehn Jahren immer noch so ist. Umso wichtiger ist es also, dass das Alleinbleiben trainiert wird, damit es im Fall der Fälle keinen Stress beim Hund auslöst.
Emma ist im Schnitt so um die drei Stunden am Tag alleine. Nicht jeden Tag, aber so drei bis vier Mal die Woche bestimmt. Sie jammert nicht, wenn wir gehen, aber natürlich freut sie sich tierisch, wenn wir wieder zur Tür herein kommen. Doch was ist in der Zwischenzeit?  Was treibt mein Hund so? Und - viel wichtiger - wie geht es ihr?

Die Antwort auf diese Frage liefern heutzutage unzählige Arten von Hundekameras. Die einen können den Hund aufnehmen, sodass man später schauen kann, wie es ihm ging. Die anderen liefern eine Echtzeitübertragung auf’s Smartphone und darüber hinaus gibt es noch tausend verschiedene Zusatzfunktionen. Doch was braucht man alles und wie gut funktioniert es?

Furbo Hundekamera mit Hundepfoten

Furbo - der Alleskönner

Ich freue mich sehr, dass ich für euch nun einen Produkttest der Furbo Hundekamera schreiben darf. Auf allen möglichen Plattformen taucht die Marke „Furbo" auf und die Kamera verbreitet sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und wollte selbst testen, ob sie wirklich hält, was sie verspricht.

Design der Furbo Hundekamera

Was Furbo verspricht

Furbo ist eine 1080p HD-Kamera mit einigen spannenden Zusatzfunktionen. Der Besitzer kann mit dem Hund sprechen, er kann ihn sowohl tagsüber als auch nachts im Live-Stream verfolgen und ihn direkt über die App mit Leckerchen belohnen. Die Intention dahinter ist es, mit dem Hund jederzeit in Kontakt zu bleiben und ihm das Alleinbleiben durch die vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten zu erleichtern.

Um die Kamera zu bedienen und einzustellen benötigt man die Furbo-App, die auf iOS-, Android-Geräten und der Apple-Watch funktioniert. In der App kann man über das Mikrofon mit dem Hund sprechen und ein einziger Knopfdruck genügt, um ihm ein Leckerchen zuzuwerfen. In den Behälter passen ca. 100 Leckerchen mit einem Durchmesser von 1cm. Kurz bevor der Furbo das Leckerchen auswirft, ertönt ein Geräusch, das in der App individuell anpassbar ist und an das klassische Clicker-Training angelehnt ist. Auch die Signalleuchte ist auf den Hund abgestimmt. Hier wird mit den Farben gelb und blau gearbeitet, die die Hunde ja bekanntlich gut wahrnehmen können. Wenn der Besitzer die App geöffnet hat, springt die Leuchte von gelb auf blau und soll so die Aufmerksamkeit des Hundes erregen. Doch damit nicht genug: Durch eine integrierte Bell-Erkennung soll der Besitzer eine Push-Nachricht auf’s Smartphone bekommen, sobald der Hund beim Alleinbleiben bellt, und damit unmittelbar eingreifen können, um ihn wieder zu beruhigen. Doch nun die spannende Frage: Funktioniert das auch alles so, wie es versprochen wird?

Bedienungsanleitung der Furbo Hundekamera

Die Eckdaten

Zunächst einmal zu den Eckdaten, mit denen die Furbo Hundekamera beworben wird:

  • 1080p HD-Kamera mit  160° Weitwinkel-Linse, 4fach digitalem Zoom und Infrarot LED-Nachtsichtfunktion
  • eingebauter hochqualitativer Lautsprecher
  • Leckerchen-Funktion mit Kapazität für 100 Leckerchen (Durchmesser ca. 1cm)
  • Bellerkennung mit Push-Benachrichtigung
  • Livestream-Übertragung bei Tag und Nacht
  • erhältlich auf Amazon und auf der Furbo-Webseite zu einen Preis von 259 €
Lieferumfang der Furbo Hundekamera in der Verpackung

Der erste Eindruck

Als das Paket ankam, war ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen und konnte es kaum erwarten, mir die Kamera mal genauer anzuschauen. Ich gebe zu, für den Preis waren meine Ansprüche auch entsprechend hoch. Doch auf den ersten Blick wurde ich nicht enttäuscht. Die Verpackung machte einen hochwertigen Eindruck und alles, was man braucht, war im Lieferumfang enthalten. Die Verarbeitung des Furbos ist qualitativ gut und auch optisch macht sie durchaus etwas her. Anders als andere Kameras ist sie durch den Leckerchen-Behälter natürlich relativ groß. Durch das schlichte Design und den optisch ansprechenden Holzdeckel, passt sie dennoch sehr gut zur Einrichtung der Wohnung.

Einstellungen in der Furbo-App

Die Einrichtung

Um den Furbo einzurichten muss man lediglich die Furbo-App herunterladen und ihn mit Strom versorgen. Der Rest macht sich quasi von selbst. Nach dem ersten Öffnen der App muss man, wie mittlerweile bei fast jeder App, zunächst ein Konto anlegen und schon startet die Suche nach dem Furbo. Nach ein paar Sekunden hat sich die App bereits über Bluetooth mit der Kamera verbunden und es muss nur noch das WLAN-Passwort eingegeben werden. Danach noch ein kurzes, automatisches Setup und schon kann man loslegen. Die App ist wirklich sehr übersichtlich und leicht verständlich. Im Livestream-Fenster kann man verschiedene Funktionen wie die Belohnung mit Leckerchen und Foto-/Videoaufnahme nutzen. Besondere technische Kenntnisse braucht man zum Bedienen der App also nicht. Alles ist intuitiv gestaltet, sodass man sich nicht unnötig lange damit auseinander setzen muss.

Die Funktionen

Die Kamera ist tatsächlich sehr gut und macht ein scharfes Bild. Sogar im Dunkeln kann man seinen Vierbeiner noch gut beobachten. Was ich allerdings ein wenig ungünstig finde ist die Tatsache, dass man die Kamera nicht manuell ausrichten kann. Sprich, man kann die Kamera nicht nach unten oder oben drehen, sondern muss sie, wenn man das Bild in der Höhe verändern möchte, eben auch woanders hinstellen. Das wäre vielleicht eine nette Funktion, die bei einer Überarbeitung der Kamera hinzugefügt werden könnte. Der Lautsprecher im Furbo scheint auch super zu funktionieren, denn Emma reagiert sofort auf meine Stimme und führt sogar Kommandos, die ich in mein Smartphone spreche, aus.

Auch die Leckerli-Funktion hält, was sie verspricht. Nach einem Signalton wirft der Furbo ein paar Sekunden später die Leckerchen aus. Was mich ein bisschen stört ist, dass der Furbo direkt mehrere Leckerchen auswirft und nicht nur eins. Wir haben es mehrfach ausprobiert und bei jedem Mal kommen circa drei bis sechs Leckerchen aus der kleinen Öffnung vorne. Das könnte eventuell noch optimiert werden.

Furbo Hundekamera mit Leckerlis zur Belohnun befüllt

Eigentlich brauchen wir die Leckerchen-Funktion nicht wirklich, da Emma bis jetzt meist nur geschlafen hat, wenn sie alleine war. Hat ein Hund allerdings wirklich Probleme, ist unruhig und gestresst, kann es vielleicht wirklich helfen, ihn mit Hilfe dieser Funktion und des Mikrofons abzulenken und so seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes umzulenken. Es gibt allerdings ein Problem, das ich mir mit dieser Funktion durchaus vorstellen könnte. Hat der Hund erstmal verstanden, dass die Leckerchen aus dem Furbo kommen, besteht natürlich die Gefahr, dass er sich gleich die ganze Ladung holen will. Bei einfallsreichen, verfressenen Hunden sollte man die Kamera also wohl besser gut sichern, sodass der Hund nicht daran kommt. Gott sei Dank ist Emma für sowas zu faul… oder vielleicht auch einfach nicht clever genug ;-)

Bei der Bell-Funktion war ich sehr gespannt, ob sie wirklich funktioniert. Und das tut sie tatsächlich. Beim Bellen von Emma kam direkt eine Push-Nachricht mit dem Hinweis „Ihr Hund bellt. Möchten Sie sehen, was los ist?“ auf mein Smartphone. Daraufhin kann man über die App sofort eingreifen, bevor der Hund sich völlig in Rage bellt und am nächsten Tag die Beschwerden der Nachbarn im Briefkasten liegen. Gar nicht mal so schlecht, wie ich finde. Die Empfindlichkeit der Erkennung lässt sich über die App individuell einstellen. Da Emma jedoch nicht viel bellt, wenn sie alleine ist und auch keine anderen, bellenden Hunde mit im Haus wohnen, konnten wir leider nicht ausgiebig testen, wie hoch die Fehlerquote der Funktion ist oder ob die Push-Benachrichtigung zum Beispiel auch erscheint, wenn der Hund in der Nachbarwohnung bellt. Allerdings haben wir getestet, ob die Bellerkennung auch auf andere Geräusche reagiert, wie z.B. Türklingeln, Klopfen oder irgendwelche Klickgeräusche. Und auch hier hat die Kamera überzeugt! Die Push-Nachricht kam tatsächlich nur bei Emmas Bellen und bei keinem der anderen Geräusche. Test bestanden, würde ich sagen.

Behälter der Furbo Hundekamera für die Belohnung mit Leckerli

Fazit: Hält die Furbo Hundekamera, was sie verspricht?

Meiner Meinung nach hält die Kamera tatsächlich, was sie verspricht. Alle beworbenen Funktionen funktionieren zuverlässig, auch wenn ich an ein paar Stellen noch Verbesserungspotenzial sehe. So könnte man die Kamera noch insofern verbessern, dass man sie manuell ausrichten kann und bei der Leckerli-Funktion sollten nicht so viele auf einmal geworfen werden. Ansonsten bin ich mit dem Furbo super zufrieden und meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen.

Ob ich sie mir kaufen würde? Ich glaube nicht. Wie schon gesagt, liegt Emma meist nur faul herum und schläft, wenn sie alleine ist, sodass wir die interaktiven Funktionen gar nicht wirklich brauchen. Die Live-Übertragung finde ich dagegen super, auch wenn es nur dafür dient, das schlechte Gewissen zu beruhigen. Doch nur für den Livestream so viel Geld auszugeben, sehe ich ehrlich gesagt nicht ein. Ich persönlich würde mir die Kamera also nicht kaufen. ABER: Es gibt wirklich viele Hunde, die beim Alleinbleiben Stress haben, die unruhig sind, die die Wohnungseinrichtung zerstören oder ganz frech einfach nur auf Futtersuche sind und sämtliche Mülleimer und Schränke leeren. Für diese Hunde kann ich die Kamera wirklich nur empfehlen. Man bekommt damit die Möglichkeit, den Hund in den richtigen Situationen zu belohnen, ihm dadurch Sicherheit zu geben oder ihn auch einfach nur mit Hilfe des Mikrofons vom Blödsinnmachen abzuhalten. Für diese Hunde bzw. für deren Besitzer ist der Furbo mit Sicherheit eine Überlegung wert, um das Alleinbleiben zu verbessern und einfach mehr Kontrolle über den Hund zu haben, wenn er alleine ist. Weiterempfehlen würde ich sie also auf jeden Fall!

Berner Sennenhund neben einer Furbo Hundekamera zur Überwachung

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